Lebenslauf für die Ausbildung: Muster und Tipps
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Für einen Ausbildungsplatz schreiben Sie einen einseitigen, tabellarischen Lebenslauf: persönliche Daten, Schulbildung mit voraussichtlichem Abschluss, Praktika, Nebenjobs und Ehrenamt, Kenntnisse und Interessen. Weil Ihnen Berufserfahrung fehlt, zählen gute Noten in passenden Fächern, Ihr Schülerpraktikum und Hobbys, die zum Beruf passen. Am Ende stehen Ort, Datum und Unterschrift.
Aufbau des Lebenslaufs für die Ausbildung
- Persönliche Daten: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse. Bei Minderjährigen kann das Geburtsdatum sinnvoll sein, weil das Jugendarbeitsschutzgesetz für die Planung wichtig ist.
- Schulbildung: aktuelle Schule mit angestrebtem Abschluss und voraussichtlichem Datum, davor die weiterführende Schule. Die Grundschule können Sie weglassen.
- Praktische Erfahrung: Schülerbetriebspraktikum, freiwillige Praktika in den Ferien, Nebenjobs.
- Engagement: Sportverein, Jugendfeuerwehr, Schülervertretung, Streitschlichtung, Nachhilfe.
- Kenntnisse: Sprachen, Computer, Führerschein oder Mofa-Prüfbescheinigung, Erste-Hilfe-Kurs.
- Interessen: zwei bis drei Hobbys, am besten mit Bezug zum Beruf.
- Ort, Datum, Unterschrift.
Muster: Lebenslauf einer Schülerin
08/2021 – voraussichtlich 06/2027 Realschule Musterstadt
Angestrebter Abschluss: Mittlerer Schulabschluss
Gute Leistungen in Mathematik und Technik
02/2026 (2 Wochen) Schülerbetriebspraktikum, Autohaus Muster GmbH
Mithilfe beim Reifenwechsel und bei Inspektionen, Werkstattordnung
seit 05/2025 Zeitungszustellung, samstags (Minijob)
seit 2022 Jugendfeuerwehr Musterstadt, seit 2025 Gruppenführerin
Interessen: Fahrräder reparieren, Fußball im Verein
In der Stellenanzeige und auf den Seiten der Kammern finden Sie, welche Fächer für den Beruf wichtig sind. Gute Noten genau in diesen Fächern dürfen Sie im Lebenslauf erwähnen.
Praktika und Hobbys mit Bezug zum Beruf
Für Ausbildungsbetriebe ist das Praktikum oft das wichtigste Signal: Es zeigt, dass Sie den Beruf schon von innen gesehen haben. Beschreiben Sie in einer Zeile, was Sie dort gemacht haben. Auch Hobbys sind hier wichtiger als in späteren Lebensläufen – aber nur, wenn sie etwas über Sie aussagen.
SchwächerHobbys: Freunde treffen, Musik hören, chillen.
BesserInteressen: Gitarre (seit 6 Jahren, Auftritte mit der Schulband), Computer zusammenbauen.
SchwächerPraktikum im Kindergarten.
BesserPraktikum in der Kita Regenbogen (2 Wochen): Vorlesen, Basteln und Begleitung der Kinder beim Spielen im Garten.
Foto, Anlagen und Zeitpunkt
- Foto: Bei Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz ist ein Foto noch weit verbreitet, aber freiwillig.
- Anlagen: in der Regel die letzten beiden Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen und Nachweise wie den Erste-Hilfe-Kurs.
- Anschreiben: kurz und konkret – warum dieser Beruf und warum dieser Betrieb.
- Zeitpunkt: Viele Betriebe, vor allem größere, vergeben Ausbildungsplätze etwa ein Jahr im Voraus. Freie Plätze finden Sie in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und bei den Kammern.
Lassen Sie Lebenslauf und Anschreiben von Eltern, Lehrkräften oder der Berufsberatung gegenlesen. Ein fehlerfreier Lebenslauf ist bei Ausbildungsbewerbungen besonders wichtig.
Häufige Fragen
Gehören Noten in den Lebenslauf?
Den Notendurchschnitt müssen Sie nicht angeben, er steht im Zeugnis. Gute Noten in Fächern, die für den Beruf wichtig sind, dürfen Sie aber kurz erwähnen, etwa „gute Leistungen in Mathematik und Physik“.
Was schreibe ich, wenn ich noch zur Schule gehe?
Den angestrebten Abschluss mit „voraussichtlich“ und Monat und Jahr, zum Beispiel „Mittlerer Schulabschluss, voraussichtlich 06/2027“.
Muss ich den Lebenslauf unterschreiben?
Bei Ausbildungsbewerbungen wird die Unterschrift mit Ort und Datum meist noch erwartet. Bei Online-Bewerbungen können Sie eine eingescannte Unterschrift einfügen.
Wie lang ist ein Lebenslauf für die Ausbildung?
Eine Seite. Wenn Sie viele Praktika oder Engagements haben, wählen Sie die aus, die am besten zum Beruf passen.
Quellen
Offizielle Seiten, auf die sich dieser Ratgeber stützt. Sie öffnen sich auf externen Websites.