Bewerbungsfoto: Fotograf, Kleidung, Hintergrund

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Ein gutes Bewerbungsfoto ist ein aktuelles Porträt von Kopf und Schultern, mit Blick in die Kamera, freundlichem Gesichtsausdruck und ruhigem Hintergrund. Am sichersten gelingt es bei einer Fotografin oder einem Fotografen mit Erfahrung in Bewerbungsbildern. Tragen Sie Kleidung wie zum Vorstellungsgespräch in Ihrer Branche und lassen Sie sich die Datei in guter Auflösung geben.

Fotostudio, Automat oder selbst gemacht?

  • Fotostudio: die sicherste Wahl. Achten Sie darauf, dass das Studio Bewerbungsfotos anbietet und Ihnen mehrere Aufnahmen zur Auswahl zeigt. Fragen Sie vorher nach, ob die digitale Datei im Preis enthalten ist und ob Sie sie für Bewerbungen und Online-Profile nutzen dürfen.
  • Passbildautomat oder biometrisches Passfoto: nicht geeignet. Das Passfoto ist auf Neutralität ausgelegt und wirkt im Lebenslauf streng und unpersönlich.
  • Selbst gemacht: möglich, wenn eine zweite Person fotografiert, mit Tageslicht von vorn, Kamera auf Augenhöhe und einem ruhigen Hintergrund. Kein Selfie – der kurze Abstand verzerrt das Gesicht.

Planen Sie das Foto nicht für den Tag vor der Bewerbungsfrist. Mit etwas Puffer können Sie die Aufnahmen in Ruhe auswählen oder bei Bedarf wiederholen.

Kleidung nach Branche

Faustregel: Kleiden Sie sich so, wie Sie zum Vorstellungsgespräch in diesem Unternehmen gehen würden – eher eine Stufe formeller als der Arbeitsalltag.

  • Bank, Versicherung, Kanzlei, Beratung: Anzug oder Kostüm, Blazer mit Bluse oder Hemd; Krawatte ist nicht mehr überall nötig.
  • Büro und Verwaltung, öffentlicher Dienst: Hemd oder Bluse, gern mit Blazer oder Strickjacke.
  • Handwerk, Logistik, Gastronomie: sauberes Hemd, Poloshirt oder schlichter Pullover – gepflegt, aber ohne Anzug.
  • IT, Kreativbranche, Start-ups: freier, etwa ein schlichtes Shirt mit Jacke; trotzdem ordentlich und ohne große Aufdrucke.
  • Pflege, Kita und Soziales: freundlich und natürlich, zum Beispiel Bluse, Hemd oder Pullover in ruhigen Farben.

SchwächerFeines Streifenmuster, großes Logo und ein weißes Shirt vor weißem Hintergrund.

BesserEinfarbiges Oberteil in einer gedeckten Farbe, die sich vom Hintergrund abhebt.

Kleine Muster flimmern auf dem Bildschirm, und sehr helle Kleidung verschwimmt mit einem hellen Hintergrund. Bringen Sie zum Termin zwei Oberteile mit, dann können Sie vor Ort vergleichen.

Hintergrund, Licht und Haltung

  • Hintergrund: einfarbig hell- bis mittelgrau, weiß oder ein dezenter Farbton; im Business-Stil auch ein unscharfer Büro- oder Außenhintergrund.
  • Licht: weich und von vorn, ohne harte Schatten im Gesicht.
  • Haltung: Oberkörper leicht zur Seite gedreht, Kopf zur Kamera, Schultern locker.
  • Gesichtsausdruck: ein natürliches Lächeln. Viele Fotografinnen und Fotografen machen dafür bewusst mehrere Serien, bis Sie entspannt sind.
  • Brille: Wenn Sie im Alltag eine tragen, behalten Sie sie auf. Gute Studios achten auf Spiegelungen in den Gläsern.
  • Haare, Bart und Make-up: so, wie Sie auch im Vorstellungsgespräch aussehen würden.

Bildausschnitt, Format und Datei

  • Ausschnitt: Kopf und Schultern, mit etwas Raum über dem Kopf. Ganzkörper- oder Halbkörperbilder sind für den Lebenslauf unüblich.
  • Format: hochkant ist klassisch, quadratisch oder rund zugeschnitten passt zu vielen modernen Designs. Für alle Varianten brauchen Sie ein Foto mit etwas Rand.
  • Datei: JPG in guter Auflösung. Für den Druck sollte das Foto in Originalgröße scharf bleiben; für den digitalen Lebenslauf reicht eine kleinere Datei.
  • Farbe oder Schwarz-Weiß: Lassen Sie sich beide Varianten geben, dann können Sie je nach Design wählen.

In CVclick laden Sie das Foto einmal hoch und entscheiden bei jedem Lebenslauf, ob es angezeigt wird. Alle 14 Designs gibt es mit und ohne Foto.

Bildbearbeitung: was erlaubt ist

Eine dezente Retusche ist üblich: Hautunreinheiten, ein abstehendes Haar, eine Korrektur der Helligkeit. Das Foto muss Sie aber so zeigen, wie Sie beim Vorstellungsgespräch durch die Tür kommen. Starke Filter, weichgezeichnete Haut oder ein Foto, das deutlich jünger wirkt, schaffen einen Bruch, sobald man Sie sieht.

Dasselbe gilt für Bilder, die mit Apps oder Bildgeneratoren erstellt oder verändert wurden: Sie wirken oft glatt und unnatürlich. Wenn Sie ein solches Bild nutzen, prüfen Sie ehrlich, ob Sie darauf wirklich wiederzuerkennen sind.

Häufige Fragen

Wie alt darf ein Bewerbungsfoto sein?

Es sollte Sie so zeigen, wie Sie heute aussehen. Nach einer neuen Frisur, einem neuen Bart oder einer deutlichen Veränderung brauchen Sie ein neues Foto, auch wenn das alte erst ein Jahr alt ist.

Lächeln oder ernst schauen?

Ein natürliches, freundliches Lächeln wirkt in den meisten Branchen am besten. Ein breites Lachen mit weit geöffnetem Mund ist eher unüblich, ein ganz ernster Blick wirkt schnell distanziert.

Darf ich dasselbe Foto für LinkedIn und XING verwenden?

Ja, das ist sogar sinnvoll, weil so ein stimmiges Bild entsteht. Klären Sie mit dem Studio, dass die Nutzung für Online-Profile erlaubt ist.

Brauche ich ein neues Foto für jede Branche?

Nein. Wenn Sie sich in sehr unterschiedlichen Branchen bewerben, etwa in einer Bank und in einem Handwerksbetrieb, können zwei Varianten mit verschiedener Kleidung aus demselben Termin sinnvoll sein.