Lebenslauf als Lagerist/in: Aufbau und Beispiele
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Im Lebenslauf als Lagerist oder Lageristin zählen Ihre Abschlüsse, der Staplerschein, die Geräte und Systeme, die Sie bedienen, und belastbare Zahlen: Kommissionierleistung, Fehlerquote, Inventurergebnisse. Nennen Sie zu jeder Station die Art des Lagers und Ihre Schichtbereitschaft. Ohne Ausbildung zählen Erfahrung, Zuverlässigkeit und Nachweise wie Gabelstapler- oder Gefahrgutschulungen.
Abschlüsse und Bezeichnungen in der Lagerlogistik
„Lagerist“ ist keine geschützte Bezeichnung, sondern ein Sammelbegriff. Die Ausbildungsberufe heißen Fachlagerist/in (zwei Jahre) und Fachkraft für Lagerlogistik (drei Jahre), beide mit IHK-Prüfung. Daneben arbeiten viele Menschen ohne Ausbildung als Lagerhelfer/in, Kommissionierer/in oder Staplerfahrer/in. Schreiben Sie Ihre Tätigkeit so, wie sie wirklich war, und nennen Sie einen Abschluss nur, wenn Sie ihn haben.
Beschreiben Sie bei jeder Station das Lager: Branche, Größe, Art der Ware und ob es Kühl-, Tiefkühl- oder Gefahrgutbereiche gab. „Zentrallager Lebensmittel, Tiefkühlbereich“ oder „E-Commerce-Lager mit Retourenabteilung“ sagt sofort, welche Abläufe Sie kennen.
Kurzprofil: ein Beispiel zum Anpassen
Fachkraft für Lagerlogistik mit 7 Jahren Erfahrung im Wareneingang und in der Kommissionierung eines Zentrallagers für Baumarktartikel. Staplerschein, Erfahrung mit SAP EWM und Handscannern, Ersthelfer im Betrieb. Suche eine Stelle als Schichtführer oder Vorarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb.
Ersetzen Sie die Angaben durch Ihre eigenen: Jahre im Beruf, Art des Betriebs, Ihre stärksten Fachgebiete und die Stelle, die Sie suchen.
Berufserfahrung: Erfolge statt Aufgabenliste
05/2020 – heute Fachkraft für Lagerlogistik, Wareneingang
Muster Logistik GmbH, Musterstadt · Zentrallager, Schichtbetrieb
• Annahme und Prüfung von bis zu 25 Lkw pro Schicht, Klärung von Abweichungen mit Lieferanten
• Einlagerung mit Schubmaststapler bis 10 m Regalhöhe
• Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen in Scanner und Lagerverwaltungssystem
SchwächerKommissionierung.
BesserKommissionierung von rund 150 Positionen pro Stunde per Pick-by-Scan, mit sehr niedriger Fehlerquote in den monatlichen Auswertungen.
SchwächerInventur.
BesserStichprobeninventur für einen Lagerbereich mit 3.000 Stellplätzen organisiert; Bestandsdifferenzen danach deutlich gesunken.
SchwächerStaplerfahren.
BesserSeit 5 Jahren unfallfrei mit Front- und Schubmaststapler im Schichtbetrieb.
Zahlen überzeugen im Lager besonders gut, weil sie ohnehin gemessen werden. Nutzen Sie Werte aus Ihren Auswertungen, runden Sie ehrlich und nennen Sie nur, was Sie im Gespräch erklären können.
Kenntnisse, die Sie als Lagerist/in nennen sollten
- Flurförderzeuge: Gabelstapler (Front- oder Schubmaststapler), Elektro-Hubwagen, Kommissionierer – mit Typ, wenn Sie ihn kennen.
- Kommissionierverfahren: Pick-by-Scan, Pick-by-Voice, Pick-by-Light, Mann-zur-Ware oder Ware-zum-Mann.
- Lagerverwaltung: SAP (WM, EWM), andere Lagerverwaltungssysteme, Handscanner und MDE-Geräte.
- Wareneingangskontrolle, Einlagerung nach FIFO oder FEFO, Inventur.
- Verpackung, Versand, Ladungssicherung und Verladung.
- Gefahrgut oder Kühlkette, wenn Sie damit gearbeitet haben.
- Schichtbereitschaft: Früh-, Spät-, Nachtschicht, Wochenenden.
Abschlüsse, Weiterbildungen und Nachweise
- Ausbildung Fachlagerist/in oder Fachkraft für Lagerlogistik (IHK).
- Staplerschein: Ausbildung zum Fahren von Flurförderzeugen, mit Jahr. Zum Fahren im Betrieb brauchen Sie zusätzlich den schriftlichen Auftrag Ihres Arbeitgebers.
- Unterweisungen und Schulungen, etwa für Gefahrgut, Ladungssicherung oder Kranbedienung.
- Ersthelfer- oder Brandschutzhelfer-Ausbildung im Betrieb.
- Führerschein, falls gefordert, mit Klasse (z. B. B oder C1).
- Weiterbildung zum Geprüften Logistikmeister oder zur Geprüften Logistikmeisterin (IHK), wenn Sie eine Führungsrolle anstreben.
Häufige Fragen
Ist der Staplerschein ein Führerschein?
Nein. Es ist ein Nachweis über eine Ausbildung zum Fahren von Flurförderzeugen, die meist ein bis wenige Tage dauert. Zusätzlich muss Ihr Arbeitgeber Sie schriftlich beauftragen. Geben Sie im Lebenslauf das Jahr und die Gerätearten an.
Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik?
Fachlagerist/in dauert zwei Jahre und konzentriert sich auf die praktische Lagerarbeit. Die Fachkraft für Lagerlogistik dauert drei Jahre und umfasst zusätzlich Planung, Steuerung und Versandabwicklung. Nach dem Fachlageristen kann man meist ins dritte Jahr wechseln.
Wie bewerbe ich mich als Lagerhelfer ohne Ausbildung?
Mit einem kurzen Lebenslauf, der Erfahrung mit körperlicher Arbeit, Zuverlässigkeit und Ihre Schichtbereitschaft zeigt. Ein Staplerschein ist ein klarer Vorteil – viele Arbeitgeber und Bildungsträger bieten ihn an.
Quellen
Offizielle Seiten, auf die sich dieser Ratgeber stützt. Sie öffnen sich auf externen Websites.